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Schwer entflammbar

Schwer Entflammbar: Prendel Brandschutz Bekanntmachung aus dem Jahre 1814

Sicherheit vor Bränden und Flammen ist in vielen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altersheimen, Theatern, Messen u.ä. eines der obersten Gebote. Die DIN Norm 4102 regelt und klassifiziert die Schwerentflammbarkeit von Stoffen. 

Das Moltondiscount-Lexikon erklärt Ihnen den Unterschied zwischen ’schwer entflammbar‘, ‚permanent schwer entflammbar‘ und ’nicht brennbar‘:

In öffentlichen Einrichtungen erfolgt die Zulassung i.d.R. erst nach Abnahme durch die Brandschutzbehörde, welche die Einhaltung der Sicherheitsnormen im Brandschutz bescheinigt.

Aber auch im privaten Bereich können Beleuchtungstechnik oder spielende Kinder ein erhöhtes Risiko für Brände darstellen. Schwer entflammbare Stoffe sind daher auch im eigenen Heim sinnvoll.

Schwer entflammbar nach DIN 4102/B1

Nach deutschen DIN Normen sind alle Baustoffe, Textilien eingeschlossen, gemäß ihrer Brennbarkeit klassifiziert. Die deutsche Baunorm 4102 unterteilt das Brennverhalten von Stoffen in 3 unterschiedliche Klassen:

  • B1 = schwer entflammbar
  • B2 = normal entflammbar
  • B3 = leicht entflammbar

Stoffe der Kategorie B1 sind also schwer entflammbar und der Hersteller liefert beim Kauf meist ein Zertifikat dafür. Schwer entflammbare Stoffe von Moltondiscount sind entsprechend klassifiziert – auf Wunsch senden wir ihnen selbstverständlich gerne das Zertifikat.

Schwer entflammbar vs. nicht brennbar

Oft treten Missverständnisse auf in Bezug auf das Brandverhalten von schwer entflammbaren Stoffen: häufig wird angenommen, dass schwer entflammbare Stoffe überhaupt nicht entflammbar seien. Schwer entflammbar ist jedoch nicht gleichbedeutend mit `nicht brennbar`. Schwer entflammbar bedeutet lediglich dass der Zeitpunkt der Entzündung durch die „schwer entflammbare“ Eigenschaft verzögert wird.
Genau diese Eigenschaft wird von Behörden für zahlreiche Anwendungsbereiche gefordert.

Der Stoff bekommt seine schwer entflammbare Eigenschaft durch Imprägnierung mit einem Imprägniermittel – z.B. einer Salzlösung. Durch Waschen, Luftfeuchtigkeit oder auch schwere mechanische Beanspruchung lässt die Imprägnierung des Stoffes im Lauf der Zeit nach. Der Stoff kann aber problemlos nachimprägniert werden.

Permanent schwer entflammbare Stoffe

Wer Stoffe sucht, die nicht nachimprägniert werden müssen, benötigt Stoffe der Kategorie `permanent schwer entflammbar`. Diese Stoffe werden nicht imprägniert, sondern weisen eine molekulare Struktur durch chemisch veränderte Garne, wie Polyester oder Trevira auf. Sie sind aufgrund der verwendeten Webart des Stoffes oft leichter und glatter als Molton. Diese Stoffe weisen aber nicht die Eigenschaften der Schalldämmung und Lichtdichte auf, die bei Moltonstoffen begehrte Eigenschaften sind.

 

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